Die Sprit-Abzocke

Noch nie war Benzin so teuer, wie in diesem Jahr. Die Preisspirale schraubt sich schier unendlich in die Höhe. Man fragt sich, wann die magische 2-Euro-Marke für den Liter Super Treibstoff geknackt werden wird. Auf verschiedenen Webseiten, z.B. beim ADAC können erboßte Kunden die gegenwärtigen Rekordpreise melden. Dort werden dann die dreistesten Abkassierer an eine Art “digitalen Pranger” gestellt. Was lange schon vermutet wurde ist mit den erhebungen des ADAC nun bestätigt: Der Preisklüngel scheint System zu haben.

Besonders morgens, wenn die Preise auf das “Tageshoch” gesetzt werden, werden Pendler und andere Berufs-Fahrer, die an der Tankstelle auf dem Weg tanken und keine Zeit für große Umwege haben, zur Kasse gebeten. Nicht selten liegen die Preise morgens um 10 bis 20 Cent über denen des Vorabends! Die Vermutung liegt nahe, daß Auto- und Motorradfahrer hier nur verunsichert werden sollen, da ihnen gar nicht bewusst ist, ob sie gerade verhältnissmäßig “teuer” oder “billig” tanken.

Besonders dreist: Sobald eine Tankstelle, egal welcher Marke, in einer Region die Preise erhöht, ziehe alle Konkurrenten mit. Normalerweise funktioniert ein Preiskampf anders herum: Da wird sich gegenseitig unterboten und mit Psychologischen Preisen gearbeitet. Nicht zuletzt ist diese Masche der Grund, aus dem Kartellbehörden seit nunmehr geraumer Zeit ein wachsames Auge auf die Spritanbieter werfen – leider jedoch ohne wirklichen Erfolg für uns: Die Autofahrer.

Wer sich etwas weniger über hohe Spritpreise ärgern möchte, dem sei geraten:
Abends tanken und vergleichen hilft! Hierbei unterstützen können z.B. Apps für das Smartphone, die Tankstellen in der Umgebung zusammen mit Preis anzeigen, oder auch der Blick in’s Internet. Manch ein Autofahrer, der Beruflich den ganzen Tag mit dem Firmenfahrzeug unterwegs ist, oder eventuell sogar in das benachbarte Ausland fährt, wurde auch schon mit Benzinkanistern gesehen, die Abends dann in den eigenen PKW umgefüllt werden.

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