Der Unterschied zum Unfallwagen

Hat der geliebte Pkw bei einem Verkehrsunfall mehr als nur kleinere Schäden erlitten, so handelt es sich von nun an um einen Unfallwagen, der als solches zu behandeln und bezeichnen ist. Genau genommen sind Autos nur „unfallfrei“, wenn sie in der gesamten bisherigen Dauer ihres Fahrzeuglebens nicht die kleinste unauffällige Beschädigung erlitten haben.

Unfallwagen oder unfallfrei?

Die erste und wichtigste Frage bei einem Pkw-Verkauf, ob privat oder bei einem Händler, lautet entsprechend meist: „Ist der Wagen unfallfrei?“. Dem Wort „Unfallwagen“ haftet etwas Negatives an, selbst dann, wenn der Pkw teure Reparaturen hinter sich hat und wieder tadellos läuft. Die Bezeichnung „Bagatellschaden“ wiederum steht für Schäden am Lack oder der Karosserie. Hierbei wurden keine tragenden Teile des Wagens in Mitleidenschaft gezogen. Es kann eine eingedrückte Autotür sein oder ein Kühleraustausch. Zwar wird in diesen Fällen nicht von einem „Unfallwagen“ gesprochen, „unfallfrei“ ist der Pkw deshalb aber noch lange nicht – wie das Wort schon sagt. Mit diesen Begriffen sollte also vorsichtig umgegangen werden. Denn selbst unauffällige Schäden oder Reparaturen kommen irgendwann ans Licht, und dann ist der Ärger meist groß.

Was macht man mit dem Unfallwagen?

Je größer der Unfallschaden, desto höher der Wertverlust. Das Auto lässt sich privat sehr schwer verkaufen, da potentielle Käufer verständlicherweise ihre Bedenken haben. Der Besitzer des Unfallwagens fragt sich nach dem ersten Ärger und den folgenden obligatorischen Rennereien zu Behörden usw., was nun am besten mit dem Auto zu tun ist. Verkehrsuntauglich steht es nur herum, ob vor der Tür oder woanders, und nimmt unnütz Platz weg. Eine Reparatur in der Werkstatt kostet einen Haufen Geld. Mit einem guten Gefühl fahren kann oder möchte man das Gefährt auch nicht mehr wirklich. Bei einer Verschrottung fallen möglicherweise weitere Kosten an, sofern man nicht mit viel Glück einen kostenlosen Verwerter findet. Auch die umstrittene Abwrackprämie ist erstmal ausgelaufen. Eine alternative Möglichkeit, seinen Mängel-Pkw loszuwerden, ist der Ankauf durch einen Autohändler. Es gibt in jeder Region Deutschlands einige Firmen, die sich darauf spezialisiert haben. Manchmal werden hier sogar Behördengänge z.B. für die Abmeldung übernommen. Ein seriöser Autoankauf beinhaltet die Auszahlung eines Betrages für den Unfallwagen, der sich an seinem noch verbliebenen Wert orientiert. Je nach Fahrzeugmarke und Baujahr des Unfallwagens kann es sich durchaus lohnen. Das Auto ist endlich aus dem Blick und aus dem Sinn, und eine kleine Geldsumme gibt es noch dazu.

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